...die schönen Seiten des Orients
Yahya Hakki
Die Ă–llampe der Umm Haschim


Zweisprachige Reihe Arabisch-Deutsch, Band 1
Ăśbersetzt aus dem Arabischen von Nagi Naguib
Nachwort von Nagi Naguib
Umschlag von Fuad Al-Futaih
Originaltitel: Qindil Umm Hasim (Arabisch / 1944)
141 Seiten; brosch.; 21 x 13 cm
ISBN 978-3-922825-00-5



Der Roman erzählt die Geschichte eines jungen Ägypters, der zum Medizinstudium nach England geht. Bei seiner Rückkehr in die dörfliche Umgebung, kommt er in Konflikt mit seiner traditionellen Lebensweise. Jetzt steht er vor der Herausforderung, beide Welten miteinander in Einklang zu bringen. Dieser Roman stellt die Grundfrage, in welcher Weise westliche Technologie in anderer kultureller Umgebung aufzunehmen ist – eine bis heute hoch aktuelle Problematik.
Durch diese Erzählung wurde Hakki berühmt, denn er war einer der ersten, der sich dieser Thematik annahm und sprachlich und stilistisch neue Maßstäbe für die arabische Literatur setzte.

Rezensionen

»Hakkis Erzählung ist ein charakteristisches Beispiel des sogenannten Orient-Okzident-Romans, des arabischen Pendents zum deutschen Bildungsroman.«
(Peter Urban-Halle in Frankfurter Rundschau, 14.10.1981)

»Die Novelle behandelt ein wesentliches, existenzielles Thema der zeitgenössischen arabischen Literatur: die Zerrissenheit zwischen ›Orient und Okzident‹, die Verunsicherung durch westliche Lebensweise und Technologie.« (Literaturnachrichten, Nr. 36, Januar – März 1993)

»Als Nagi Naguib, viele Jahre bevor der Romancier Nagib Mahfuz den Nobelpreis erhielt, dessen Roman Das Hausboot am Nil oder Yahya Haqqis Die Öllampe der Umm Hashim übersetzte, wurde er zurecht gefeiert. Denn er hatte zwei der besten Werke arabischer Literatur ausgewählt …« (Samir Grees in Al-Hayat, 4.12.2003 / dt.: Qantara.de 17.12.2003)

Ăśber die Autoren, Herausgeber und KĂĽnstler

Fuad Al-Futaih

Der 1948 in Jemen geborene al-Futaih studierte in Bagdad und Kairo Politikwissenschaft und englische Literatur. In Deutschland wandte er sich der Kunst zu: Anfang der siebziger Jahre studierte er Kunstgeschichte an der Universität Köln und später an der Düsseldorfer Kunstakademie. Seine unzähligen internationelen Ausstellungen (u.a. in Frankreich, Italien, USA, Japan, Ägypten) haben ihm zahlreiche Preise und Auszeichnungen eingebracht, darunter 1989 den jemenitischen Nationalpreis für Schöne Künste. Seine Arbeiten umfassen Kinderbuchillustrationen und die Gestaltung von Briefmarken und Medaillen, aber auch Regiearbeiten für Dokumentarfilme. Darüber hinaus sind seine kulturpolitischen Akivitäten hervorzuheben: Die Eröffnung seiner »Gallery No. 1« in Sana&a ging vor zehn Jahren mit der Gründung der »Gesellschaft für Bildende Künstler im Jemen« einher – für beide Inititativen stellt sich inzwischen der nationale und internationale Erfolg ein.

Yahya Hakki

Yahya Hakki wurde 1905 in Sayyida Zainab, einem Altstadtviertel von Kairo, geboren. Von 1921–25 studierte er Jura, anschließend war er als Rechtsanwalt tätig, bevor er für zwei Jahre als Vollstreckungsbeamter nach Manflut/Oberägypten ging. Seine berufliche Karriere führte ihn in den diplomatischen Dienst; zwischen 1929-54 wirkte er in Saudi-Arabien, der Türkei, Italien, Frankreich und Libyen. 1954-58 war Direktor der Akademie der Schönen Künste, Abteilungsleiter im Kulturministerium. 1962-70 Chefredakteur der Kulturzeitschrift al-Magalla. 19669 erhielt er den ägyptischen Staatspreis für Literatur.
Hakki ist warscheinlich der bewußteste Erzähler der modernen arabischen Literatur. Vorrangig für seine Kunstübung ist Präzision in der Verwendung der Sprache. Hakkis Ruhm beruht auf seiner Erzählung »Die Öllampe der Umm Haschim«, die den Charakter eines Bildungsromans hat und die Kollision überkommender und neuzeitlicher westlicher Werthaltungen in einprägsam knapper Form zur Darstellung bringt. Yahya Hakki starb 1992.

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