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Der Tod des Mystikers Salah Abd as-Sabur
Der Tod des Mystikers


Ăśbersetzt aus dem Arabischen von Nagi Naguib und Stefan Reichmuth
Nachwort von Nagi Naguib
Umschlag von Fuad Al-Futaih
Originaltitel: Ma`sat al-HallaÄź (Arabisch / 1965)
93 Seiten; brosch.; 22 x 13 cm
ISBN 978-3-922825-05-0

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Das Drama von Salah Abd as-Sabur führt in die Problematik der traditionellen und diesseitsbezogenen Mystik ein. Es beschäftigt sich mit der historischen Figur des Halladsch, der 857 in Persien geboren und 922 in Bagdad unter dem Vorwurf der Gotteslästerung hingerichtet wurde. Seine Thesen werden bis heute kontrovers diskutiert, er gilt als »Klassiker der islamischen Mystiker«.
Salah Abd as-Saburs Stück erzählt die Geschichte vom Ende her: Halladsch ist bereits tot und nun beginnen die Selbstvorwürfe von Passanten und Würdenträgern, inwieweit man selbst schuldhaft in das tragische Geschehen verwickelt ist. Jeder bezichtigt sich selbst, Halladsch entweder durch üble Nachrede oder grenzenloser Verehrung den Häschern preisgegben zu haben. Doch die Zeitgenossen entlassen auch Halladsch selbst nicht aus der Verantwortung für seinen Tod. Ist seine Hinrichtung nicht auch die logische Konsequenz seines Wirkens und Verhaltens? Es beginnt eine Auseinandersetzung um den richtigen Weg zum wahren Leben und zur wahrhaften Gottesverehrung.

Rezensionen

»Eine Übersetzung in flüssiger, tadelloser und streckenweise poetischer Sprache. Das Buch bringt uns ganz allgemein die Welt der Mystik sehr nahe, eine Mystik, die auch in unsere Tage hineingehört.« (Radio Bremen, Jan. 1982)

»Salah Abd as-Sabur hat in seiner Tragödie den sozialen Charakter der Botschaft Halladschs zu zeigen gesucht und eine feine Interpretation der Notwendigkeit seines Todes gegeben: er musste sterben, damit seine Anhänger seine Worte › wiederfinden in den Furchen der Felder‹, wo sie verborgen sind, um sie dann auf den Wind zu laden, der über den Wogen dahinfährt – was wäre aus seiner Botschaft der geistigen Freiheit geworden, wäre er nicht hingerichtet worden?« (Annemarie Schimmel)

Ăśber die Autoren, Herausgeber und KĂĽnstler

Salah Abd as-Sabur

Salah Abd as-Sabur

Salah Abd as-Sabur wurde am 03.05.1931 in az-Zaqaziq im Nildelta als Sohn eines Schreibers geboren. Nach ersten literarischen Bekanntschaften mit zeitgenössischen arabischen Autoren (Manfaluti, Gibran) entdeckte er als Jugendlicher Nietzsche für sich.
1947 trat as-Sabur in Kairo das Studium der arabischen Sprache und Literatur an, bald darauf rief er mit anderen Kairoer Literaten und Studenten die »Ägyptische literarische Gesellschaft« ins Leben. Nachhaltig prägte Eliots Poesie as-Saburs dichterisches Selbstverständnis, so dass er sich nach ersten realistischen Gedichten (»Die Leute in meinem Land«, 1957) zunehmend existentialistischen und metaphysischen Themen zuwandte.
Als Stückeschreiber tat sich as-Sabur seit Mitte der Sechziger Jahre mit dem Stück »Der Tod des Mystikers« hervor; »Der Nachtreisende« erschien 1969. Weitere Stücke sind: »Die Prinzessin wartet« (1969), »Laila und Madschnun« (1970) sowie »Nach dem Tode des Königs« (1973).
Neben seinem schriftstellerischen Schaffen hatte as-Sabur noch diverse staatliche Tätigkeiten inne; so war er von 1976 bis 1979 ägyptischer Kulturattaché in Neu Delhi, von 1979 an bis zu seinem Tode Direktor der staatlichen Buchorganisation und Staatssekretär in Kairo.
Salah Abd as-Sabur starb am 14.08.1981

Fuad Al-Futaih

Der 1948 in Jemen geborene al-Futaih studierte in Bagdad und Kairo Politikwissenschaft und englische Literatur. In Deutschland wandte er sich der Kunst zu: Anfang der siebziger Jahre studierte er Kunstgeschichte an der Universität Köln und später an der Düsseldorfer Kunstakademie. Seine unzähligen internationelen Ausstellungen (u.a. in Frankreich, Italien, USA, Japan, Ägypten) haben ihm zahlreiche Preise und Auszeichnungen eingebracht, darunter 1989 den jemenitischen Nationalpreis für Schöne Künste. Seine Arbeiten umfassen Kinderbuchillustrationen und die Gestaltung von Briefmarken und Medaillen, aber auch Regiearbeiten für Dokumentarfilme. Darüber hinaus sind seine kulturpolitischen Akivitäten hervorzuheben: Die Eröffnung seiner »Gallery No. 1« in Sana&a ging vor zehn Jahren mit der Gründung der »Gesellschaft für Bildende Künstler im Jemen« einher – für beide Inititativen stellt sich inzwischen der nationale und internationale Erfolg ein.

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