...die schönen Seiten des Orients
Touradj Rahnema (Hg.)
Einer aus Gilan
Kritische ErzÀhlungen aus Persien

Nachwort von Touradj Rahnema
Umschlag von Barbara Rieder
Übersetzt aus dem Persischen
212 Seiten; brosch.; 21 x 13 cm
ISBN 978-3-922825-18-0

15,90 €
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Diese Anthologie enthÀlt die folgenden ErzÀhlungen:
Borzog Alavi: »Einer aus Gilan« (Übersetzt von Herbert Melzig)
Ssadegh Tschubak: »Der Radkappen-Dieb« (Übersetzt von Touradj Rahnema)
Daschalal al-e Ahmad: »Die Feierstunde«
Dschamal Mir-Ssadeghi: »Die Auswanderung« (Übersetzt von Touradj Rahnema)
Huschang Golschiri: »Der Mann mit der roten Krawatte« (Übersetzt von Anneliese Ghahraman-Beck)
Ssamad Behrangi: »Der kleine schwarze Fisch«
Nader Ebrahimi: »Der Turkmene« (Übersetzt von Touradj Rahnema)
Mahmud Kianusch: »Der Rosenstock« (Übersetzt von Touradj Rahnema)
Freydun Tonekaboni: »Das MĂ€rchen von dem Wolf und den drei Geißlein« (Übersetzt von Carla Rustaiyan-Filipuzzi )
Assghar Elahi: »Unter dem sternenklaren Himmel« (Übersetzt von Touradj Rahnema)
Ahmad Mahmud: »Unsere kleine Stadt« (Übersetzt von Sigrid Lotfi)
Mahmud Doulatabadi: »Der Kuhhirt« (Übersetzt von Sigrid Lotfi)
Amin Faghiri: »Der heimliche Bote« (Übersetzt von Touradj Rahnema)
Gholam-Hosseyn Ssa`edi: »Der Brunnen« (Übersetzt von Touradj Rahnema)

Über die Autoren, Herausgeber und KĂŒnstler

Dschalal al-e Ahmad

DschalĂąl Ăąl-e Ahmad wurde 1923 in Teheran als Sohn eines Geistlichen geboren, wo er im Jahre 1969 verstarb.
ZunĂ€chst war er Lehrer, dann wurde er ein freier Schriftsteller. Seine ironische ErzĂ€hlhaltung und sozialkritische Schilderung zeichnet ihn in seinen soziologischen Essays und Studien aus. Die ErzĂ€hlung »Die Feierstunde« (aus: »FĂŒnf ErzĂ€hlungen«, 1967) ist in dem Buch »Einer aus Gilan« wiederzufinden.

Borzog Alavi

Borzog Alavi wurde 1904 als Seyyid Modschtaba Alavi in Teheran geboren. Bereits als 18-jĂ€hriger kam er nach Deutschland und besuchte in Berlin das Gymnasium und studierte. 1928 kehrte Alavi in den Iran zurĂŒck, wo er zunĂ€chst in Schiraz, dannn in Teheran Deutsch unterrichtete. In dieser Zeit lernte er Sadegh Hedayat kennen und unterhielt enge Kontakte zum Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Tagi Erani. Wegen kommunistischer AktivitĂ€ten wurde er deshalb 1936 vom Regime Schahs Reza Pahlevi verhaftet., kam aber 1941 vorzeitig frei. Im selben Jahr war er MitbegrĂŒnder der linksgerichteten Tudeh-Partei.
Als 1953 der Prmeierminister Mahammad Mossadegh mit Hilfe der USA gestĂŒrzt wurde, befand sich Alavi gerade auf Deutschland-Reise. Die Verfolgung von Kommunisten und Linken in seiner Heimat bewog ihn, in Deutschland um Exil zu suchen – natĂŒrlich in der DDR. Dort blieb er bis zum Sturz des Schahregimes 1979 und arbeitete bis 1969 (oder 1973?) als Professor fĂŒr persische Sprache und Literatur an der Humboldt UniversitĂ€t in Berlin tĂ€tig war. Nach der Islamischen Revoilution besuchte Alavi mehrmals den Iran, doch er ahnte frĂŒh den diktatorischen Charakter des neuen Regimes. Am 16.2.1997 stab Alavi in Berlin.
Die ErzÀhlung »Einer aus Gilan« wurde zuerst 1951 in der ErzÀhlsammlung »Briefe« im Iran veröffentlicht und gab auch der Anthologie von Edition Orient seinen Titel.

Ssamad Behrangi

Ssamad Behragi wurde 1939 in einem kleinen Dorf bei TĂ€bris geboren und starb 1968 infolge eines politischen Mordes. Zuvor war er mehrmals aus politischen GrĂŒnden inhaftiert worden. Er war Lehrer in verschiedenen Volksschulen in Dörfern Aserbaidschans und Verfasser sozialkritischer Essays und pĂ€dagogischer Studien. Die ErzĂ€hlung »Der kleine schwarze Fisch« (aus: »Der kleine schwarze Fisch« 1968) findet sich auf deutsch im Buch »Einer aus Gilan« wieder.

Mahmud Doulatabadi

Mahmud Doulatabadi, geboren 1940 in einem WĂŒstendorf im Nordostiran, ist Verfasser zahlreicher ErzĂ€hlungen, Romane und literarischer Essays. In seiner Jugend verrichtete er Feldarbeit, spĂ€ter hatte er verschiedene Berufe (u.a. Schuhmacher, Schriftsteller) um schließlich die Theaterakademie im Teheran zu besuchen. Zuerst war er Schauspieler, dann war er als Bilbliothekar tĂ€tig. Er wurde einmal wegen politischer HintergrĂŒnde fĂŒr kurze Zeit inhaftiert.
Die ErzÀhlung »Der Kuhhirt« (aus: »Der Kuhhirt«, 1974) findet sich auf deutsch im Buch »Einer aus Gilan« wieder.

Nade Ebrahimi

Nùder Ebrùhimi wurde 1936 in Teheran geboren, wo er auch heute noch als freier Schriftsteller, ErzÀhler und Kinder-und Drehbuchautor lebt.
Die ErzĂ€hlung »Der Turkmene« (aus: »Der schwarze TausendfĂŒĂŸler und Geschichten aus der Steppe«, 1969) ist auf deutsch in dem Buch »Einer aus Gilan« wiederzufinden.

Assghar Elahi

Assghar Elahi wurde 1947 in Masched geboren. Er besuchte dort die Volksschule und das Gymnasium um schließlich ein Studium im Bereich der Tiermedizin abzulegen. Momentan lebt er im Teheran. Die ErzĂ€hlung »Unter dem sternklaren Himmel« (aus: »Tuss-Jahrbuch«, 1973) findet sich auf deutsch im Buch »Einer aus Gilan« wieder.

Amin Faghiri

Amir Faghiri wurde 1944 in Schiras/Iran geboren. Dort arbeitete er als Lehrer und schrieb TheaterstĂŒcke und ErzĂ€hlungen, welche meist in seiner Heimatstadt spielten. Die ErzĂ€hlung »Der heimliche Bote« (aus: »Vom grĂŒnen Wald ist die Rede und von der Axt«, 1978) findet sich auf deutsch im Buch »Einer aus Gilan« wieder.

Huschang Golschiri

Huschang Golschiri wurde 1937 in Isfahan geboren. Er legte ein Studium im Bereich der persischen Literatur ab und war bis 1974 Lehrer. Dann wurde er Schriftsteller. Wegen politischen HintergrĂŒnden wurde er fĂŒr kurze Zeit inhaftiert. Die ErzĂ€hlung »Der Mann mit der roten Krawatte« (aus: »Wie immer«, 1968) findet sich auf deutsch im Buch »Einer aus Gilan« wieder.

Mahmud Kianusch

Mahmud KiĂąnusch wurde 1934 in Mesched geboren. Seit 1975 lebt er in London, wo er als ErzĂ€hler, Kinderbuchautor, Lyriker, Übersetzer und Literaturkritiker tĂ€tig ist. Die ErzĂ€hlung »Der Rosenstock« (aus : »Die schwarzen Spiegel«, 1970) findet sich auf deutsch im Buch »Einer aus Gilan« wieder.

Ahmad Mahmud

Ahmad Mahmud wurde 1930 in Ahwas geboren. Er ĂŒbte verschiedene Berufe wie Lastwagenfahrer oder Hilfsarbeiter aus, bevor er Beamter wurde.
In seinen ErzÀhlungen und Romanen behandelt er meist das Leben der Menschen am persischen Golf. Mehrfach war er in politischer Haft. Die ErzÀhlung »Unsere kleine Stadt« (aus: »Die Fremden und der kleine Junge«, 1974) findet sich im Buch »Einer aus Gilan« wieder.

Dschamal Mir-Ssadeghi

DschamĂąl Mir-SsĂądeghi wurde 1933 in Teheran geboren. ZunĂ€chst war er Gymnasiallehrer, dann Bibliothekar und nun freier Schriftsteller. Er ist Autor zahlreicher sozialkritischer ErzĂ€hlungen und Romane. Die ErzĂ€hlung »Die Auswanderung« (aus: »Diesseits der SandhĂŒgel«, 1968) findet sich auf deutsch im Buch »Einer aus Gilan« wieder.

Touradj Rahnema

Touradj Rahnema wurde 1937 im Iran geboren; er war lange Jahre Leiter des Fachbereichs Germanistik an der UniversitÀt Teheran und hat sich vor allem als Mittler und Herausgeber moderner persischer Literatur einen Namen gemacht.

Gholam-Hosseyn Ssaedi

GholĂąm-Hosseyn Ssa‘edi wurde 1935 in TĂ€bris geboren. Er war Psychiater, wurde aber, bedingt durch ein Berufsverbot, freier Schriftsteller und Verfasser zahlreicher ErzĂ€hlbĂ€nder und TheaterstĂŒcke. Mehrfach wurde er in politische Haft genommen und sogar gefoltert. Nach seiner Freilassung siedelte er nach Paris ĂŒber. Die ErzĂ€hlung »Der Brunnen« (aus: »Die BlĂ€tter der Zeit«, 1979) findet sich auf deutsch in dem Buch »Einer aus Gilan« wieder.

Freydun Tonekaboni

Freydun TonekĂąboni wurde 1936 im Teheran geboren, wo er Gymnasiallehrer war. Seine ErzĂ€hlungen zeichnen sich durch einen humoristisch-ironischen ErzĂ€hlton aus. Mehrfach wurde er aus politischen GrĂŒnden inhaftiert. Die ErzĂ€hlung »Das MĂ€rchen von dem Wolf und den drei Geißlein« (aus: »Das Land des GlĂŒcks«, 1972) findet sich auf deutsch im Buch »Einer aus Gilan« wieder.

Ssadegh Tschubak

Ssadegh Tschubak wurde 1916 in Persien geboren und gehört zu den bekanntesten persischen ErzĂ€hlern. Inhalt seiner ErzĂ€hlungen sind Beziehungen und Probleme der Menschen auf dem Hintergrund der sozialen Ungerechtigkeit und Unfreiheit in der iranischen Gesellschaft. Dabei zeichnet ihn seine scharfe Beobachtungsweise aus, selbst dort, wo er in die Seele eines Tieres bllickt und dessen psychische Situation zu ergrĂŒnden sucht.

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