...die schönen Seiten des Orients
Sulchan-Saba Orbeliani
Die Weisheit der Lüge
Fabeln, Märchen und Gleichnisse aus Georgien

Übersetzt aus dem Georgischen von Heinz Fähnrich
Illustrationen von Zura Mchedlischwili
Originaltitel: სიბრძნე სიცრუისა (Georgisch)
272 Seiten; Leinen; 24,5 x 17,5 cm
Altersempfehlung: ab 12 Jahre
ISBN 978-3-922825-95-1

22,90 €
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»Wie erzieht man einen Prinzen?«, diese Frage stellen sich König Pines, sein Wesir Sedrak, der Eunuch Ruka und der als Erzieher verpflichtete Leon. Sie streiten darüber, wie der Königssohn Dshumber am ehesten zu einem weisen König heranwachse. Argumente und Gegenargumente werden in Form von Fabeln, Gleichnissen und Märchen ausgetauscht. Es entspinnt sich ein Wettstreit der Weisheiten – mal amüsant, mal derb, mal tiefsinnig.

Dieses Werk der Weltliteratur wurde ca. 1700 n. Chr. in Georgien verfasst, die mehr als 150 variationsreichen Illustrationen verleihen dem Klassiker eine neue, zeitgemäße Frische.

Rezensionen

»Ein ganz besonderer Schatz ... Ein edler und in rotes Leinen gebundener Schatz Georgiens, der viele Fragen aufwirft und Antwortern sucht« (Renate Müller De Paoli in fachbuchjournal, Mai 2019)

»Wer die Märchen aus 1001 Nacht mag, sollte einmal zu diesem ganz besonderen Buch greifen. (…) Es erinnert ein wenig an ein Familientreffen, bei dem das Gespräch um ein Thema kreist und Onkel Horst einwirft ›Ach dazu fällt mir noch eine Geschichte ein‹ und Tante Trude erwidert ›Na, aber wisst ihr noch damals, da war das doch so und so.‹ (…) Bebildert ist das Buch im Graphic-Novel Stil, der durchgehend in schwarz-pink gehalten ist. Von cool bis ein bisschen gruselig ist alles dabei – absolut sehenswert.« (Caroline Wornath auf hessenschau..de, 5.10.2018)

»Dieser Klassiker der georgischen Literatur ist eine Bereicherung für ausgebaute Märchenbestände.« (ekz-Informationsdienst, IN 2018/47)

»Viele der Geschichten, die in dem gediegenen, leinengebundenen Band versammelt sind, wirken ziemlich verrückt. (…) Wie schön, dass man von Georgien auf diese Weise lesen kann. (…) So wechseln sich längere Ausführungen mit kleinen Episoden ab, manche hanebüchen absurd, manche lustig, manche lehrreich.« (Cornelia Geißler in der Berliner Zeitung vom 12.10.2018)

Über die Autoren, Herausgeber und Künstler

Zura Mchedlischwili

Zura Mchedlischwili

Zura Mchedlischwili (andere Schreibweise: Zura Mchedlishvili) wurde 1988 in Tiflis/Georgien geboren, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. Er hat eine umfangreiche Ausbildung im Bereich Malerei, Illustration und Grafikdesign absolviert, zunächst an der Staatlichen Kunstakademie in Tiflis, dann am an der Jakob-Nikoladze-Kunsthochschule.
Zur Zeit arbeitet er als Freelancer im Bereich WEB-Design, Verpackungsdesign und Zeitschriftenlayout, ist aber auch künstlerisch tätig, wobei ihn das Feld der Druckgrafik (Radierungen, Holzschnitte, Linolschnitte) am meisten interessiert.
Wie er selbst schreibt, liebt er seit seinen Kindheitstagen die wundervolle Welt der Malerei, weil sie Fluchten in mystische Welten erlaubt.
Sulchan-Saba Orbeliani

Sulchan-Saba Orbeliani

Sulchan Orbeliani (1658-1725) war ein georgischer Adliger, Diplomat und Gelehrter. Er war der Neffe von Königs Wachtang V., und wurde später einer der führenden Berater des Königs von Kartli, Wachtang VI. Er erhielt er eine seiner Herkunft angemessene Ausbildung, studierte die Heilige Schrift und anderes geistliches Schrifttum, beschäftigte sich mit weltlicher Literatur und erlernte mehrere Fremdsprachen. Von Jugend an widmete er sich politischer, literarischer und wissenschaftlicher Tätigkeit. Sulchan Orbelianis erste Frau Daredshan, die dem Königsgeschlecht der Bagratiden entstammte, starb 1683. Er heiratete nochmals, und seine zweite Ehefrau wurde Tamar, die Tochter des Atabags von Samzche.
Als zwischen Kartlis König Giorgi XI. und seinem Kontrahenten Erekle ein erbitterter Kampf um den Thron ausbrach, ergriff Sulchan Orbeliani für Giorgi Partei und widersetzte sich damit auch energisch dem persischen Machtanspruch auf die georgischen Staaten. Da diese Auseinandersetzung schließlich doch mit dem Sieg Erekles endete und der persische Schah Giorgi XI. absetzte, hatte Sulchan Orbeliani harte Vergeltungsmaßnahmen zu erdulden: Seine Ländereien und Besitztümer wurden eingezogen und er selbst aus Kartli verbannt. Er emigrierte nach Imeretien und dann nach Achalziche in Samzche und wartete darauf, daß Giorgi XI. den Thron zurückgewinnen würde. Als die Hoffnungen darauf immer geringer wurden, verließ er 1698 seine zweite Frau und wurde unter dem Namen Saba Mönch. Kurze Zeit später wurde Giorgi vom Schah doch wieder als König eingesetzt, und Orbelianis Zögling Wachtang VI. wurde 1703 König in Kartli. Sogleich kehrte Saba dem Mönchtum den Rücken und schaltete sich wieder in das politische Leben des Landes ein. Seine diplomatische Tätigkeit führte ihn im Auftrag Wachtangs VI. auf eine Reise nach Europa, um die Unterstützung der christlichen europäischen Staaten im Kampf gegen die Umklammerung durch die islamischen Aggressoren – das Osmanische Reich im Südwesten und das persische Reich im Südosten – zu gewinnen. Aus diesem Grund nahm Sulchan-Saba Orbeliani den katholischen Glauben an, wodurch er aber auch in Konflikt mit der georgischen Kirche geriet, so daß er es vorzog, als Wachtang VI. der Thron erneut entzogen wurde, mit dem Gefolge seines Königs nach Rußland zu emigrieren, wo er am 26. Januar 1725 starb.

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