...die schönen Seiten des Orients
Nagib Mahfuz
Geschwätz auf dem Nil


Zweisprachige Reihe Arabisch-Deutsch, Band 8
Ăśbersetzt aus dem Arabischen von Nagi Naguib
Umschlag von Arne Scheuermann
(Einsprachig deutsch veröffentlicht unter dem Titel »Das Hausboot am Nil«)
Originaltitel: Tharthara fauqa an-Nil (Arabisch / 1966)
336 Seiten; brosch.; 20,5 x 13 cm
ISBN 978-3-922825-76-0

19,90 €
inkl. 7 % MwSt.
zzgl. Versandkosten
Anzahl


Anis, der Protagonist des Romans, lebt anspruchslos und zurückgezogen auf einem Hausboot am Ufer des Nil. Allabendlich trifft sich bei ihm ein Schar von Freunden, eine Gruppe von Intellektuellen, um zu diskutieren, zu lamentieren, und sich von einer Außenwelt voller Unliebsamkeiten und mangelnder Zukunftsperspektiven abzukapseln – vor allem aber, um kiffend zu vergessen, »dass das Schiff seinen Weg nimmt, ohne uns zu fragen und ohne unsere Hilfe«. Dieser selbstgefällige Rausch kann auf Dauer nicht gut gehen. Die Katastrophe kommt in Form eines tragisch verschuldeten Autounfalls …

Die zweisprachige Ausgabe dieses Romans erscheint in ĂĽberarbeiteter Ăśbersetzung. Auch beim Titel hat sich der Verlag fĂĽr die Ăśbersetzung des Originals entschieden.
»Geschwätz auf dem Nil« gehört neben der Kairo-Trilogie und »Die Kinder unseres Viertels« zu Mahfuz besten und bekanntesten Werken.

Rezensionen

Aus Rezensionen der einsprachigen Ausgabe:

»Die Bootsgesellschaft und ihr radikaler Rückzug aus der realen Gemeinschaft ist eine apokalyptische Metapher, hinter der sich die persönliche und kollektive Enttäuschung der Ägypter, ihre politische Ohnmacht und die Hilflosigkeit einer ganzen Generation verbergen.« (Hassouna Mosbashi, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.11.1988)

»Das Buch schlägt den europäischen Leser gleich in seinem Bann, und dies nicht wegen seiner Fremdheit, sondern wegen seiner geistigen Nähe. Denn Mahfuz behandelt kein ägyptisches, sondern ein universelles Thema.« (Renate Schostack, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3.3.1983)

»Der Leser spürt rasch: das uferlose Gerede von Anis`Freunden ist genau kalkuliert. Dahinter verbirgt sich mehr, als nur ein amüsantes, belangloses »Geschwätz am Nil« (so der Originaltitel): Enttäuschung über Nassers Revolution, die die Gesellschaft nicht grundlegend demokratisiert hat, sondern nur eine neuen Klasse Priviligierter hat entstehen lassen, Verbitterung über die Gängelung der Intellektuellen und Zorn über ihre selbstmitleidige Lethargie.« (Reinold Schmückler, Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt, 16.2.1990)

»Ein kunstvoll komponiertes, entlarvendes Bild menschlicher Psyche und menschlicher Gesellschaft ist dieser Roman.» (Informationsdienst von ekz.bibliotheksservice)

»Als Nagi Naguib, viele Jahre bevor der Romancier Nagib Mahfuz den Nobelpreis erhielt, desssen Roman Das Hausboot am Nil oder Yahya Haqqis Die Öllampe der Umm Hashim übersetzte, wurde er zurecht gefeiert. Denn er hatte zwei der besten Werke arabischer Literatur ausgewählt …« (Samir Grees in Al-Hayat, 4.12.2003 / dt.: Qantara.de 17.12.2003)

Nagib Mahfuz

Ăśber den Autor / die Autorin

Nagib Mahfuz (andere Schreibweise: Nagib Machfus), geb. 1911, wuchs als Sohn eines Beamten in einem Kairoer Altstadtviertel auf. Nach der Schulzeit studierte er Philosophie und arbeitete bis zu seiner Pensionierung als Beamter im ägyptischen Bildungsministerium. Neben seinem Beruf verfasste er Kurzgeschichten und veröffentlichte 1939 seinen ersten Roman. Mitte der Vierziger Jahre wandte er sich in realistischen Romanen zeitgenössischen Themen zu. In seinen Werken tritt er für eine Trennung von Staat und Religion und für eine säkulare, demokratische und liberale Gesellschaftsordnung ein – ein Grund dafür, dass ein religiöser Fanatiker 1994 ein Attentat auf Mahfuz verübte.
Als bisher einzigem Araber wurde ihm 1988 der Nobelpreis fĂĽr Literatur verliehen. Er starb 2006 im Alter von 94 Jahren.

»Machfus ist ein Pessimist mit feinem Humor.« (Thomas Klingenmaier, Stuttgarter Zeitung, 18.2.1989)
Weitere Informationen ĂĽber Naguib Mahfuz

Warenkorb

Ihr Warenkorb ist leer.
Warenkorb bearbeiten Zur Kasse gehen
Parse Time: 0.147s